Die gamescom 2026 schreibt ein kleines Stück Geschichte: Erstmals wird mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein amtierendes deutsches Staatsoberhaupt das weltweit größte Event für Computer- und Videospiele besuchen. Wie die Veranstalter Koelnmesse und der game – Verband der deutschen Games-Branche bekannt gegeben haben, wird Steinmeier am 27. August an der Eröffnung des gamescom congress teilnehmen.
Im Rahmen seines Besuchs wird der Bundespräsident den gamescom congress mit einer Eröffnungsrede offiziell eröffnen. Darüber hinaus wird er einer Podiumsdiskussion beiwohnen, die sich mit der Rolle von Games in einer demokratischen Gesellschaft beschäftigt. Im Anschluss ist ein Rundgang über das Messegelände geplant, bei dem sich Steinmeier mit Entwicklerinnen und Entwicklern, Branchenvertreterinnen und -vertretern sowie Mitgliedern der Community austauschen wird. Der Besuch unterstreicht die wachsende gesellschaftliche und politische Bedeutung der Games-Branche in Deutschland. Während Computer- und Videospiele lange Zeit vor allem als Unterhaltungsmedium wahrgenommen wurden, stehen heute zunehmend auch ihre kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale im Fokus. Der Besuch des Bundespräsidenten kann daher als ein deutliches Signal für die gestiegene Anerkennung der Branche verstanden werden.
Der gamescom congress gilt als eine der weltweit wichtigsten Konferenzen rund um die gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Chancen von Games. Er findet jährlich im Rahmen der gamescom statt und richtet sich nicht nur an die Spielebranche selbst, sondern auch an Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bildung, Wissenschaft, Kultur, Medien und Wirtschaft. Ziel ist es, den Austausch zwischen den verschiedenen Bereichen zu fördern und aufzuzeigen, wie die Innovationskraft der Games-Branche auch außerhalb klassischer Videospiele genutzt werden kann.
In diesem Jahr stehen zwei zentrale Themenschwerpunkte im Mittelpunkt des Programms. Unter dem Titel „Spielfeld Demokratie“ wird der Frage nachgegangen, welchen positiven Beitrag Computer- und Videospiele zur politischen Bildung, gesellschaftlichen Teilhabe und demokratischen Kultur leisten können. Der zweite Schwerpunkt, „Der Games-Effekt“, beschäftigt sich mit den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Technologien und Entwicklungen aus der Games-Branche in anderen Bereichen.
Dabei reicht das Spektrum von Anwendungen in Medizin und Bildung über industrielle Prozesse und Handwerksbetriebe bis hin zu Dienstleistungen und der öffentlichen Verwaltung. Themen wie Gamification, Simulationen, virtuelle Trainingsumgebungen und interaktive Lernmethoden zeigen, dass die Innovationskraft der Spieleentwicklung längst weit über die Grenzen klassischer Unterhaltung hinausreicht.
Mit dem erstmaligen Besuch von Bundespräsident Steinmeier erhält die gamescom 2026 einen weiteren bedeutenden Meilenstein. Gleichzeitig rückt der gamescom congress damit noch stärker in den Fokus als Plattform für den gesellschaftlichen Dialog rund um Games und ihre Rolle in einer zunehmend digital geprägten Welt.
